Saturday, May 5, 2018

Eine Pause für den Literaturnobelpreis?

Eine Nachricht schockiert dieser Tage besonders die Literaten und Liebhaber des guten Buches - der Ausfall der Verleihung des wichtigsten Preises in der Literatur. Die Entscheidung der Schwedischen Akademie stößt nicht bei allen Schriftstellern und Verlegern auf Verständnis. Und so hagelt es auch kritische Worte aus den Reihen der Literaturszene. So mancher fragt sich, ob die einst so ehrwürdige Institution überhaupt reformfähig sei. Die Schwedische Akademie selbst hofft auf eine heilsame Wirkung in dieser selbsterteilten Zwangspause. Hintergrund dafür ist der schon länger anhaltende Kampf ums Überleben des Nobelpreiskomitees. Vorangegangene Korruptionsvorwürfe und ein Belästigungsskandal hatten eine Austrittswelle losgetreten und die Handlungsfähigkeit des Komitees eingeschränkt.

Offizielle Erklärung der Schwedischen Akedemie 

Wird die Nobelstiftung als Herrin der Preisgelder das Vertrauen zugewinnen und sich neu aufstellen können? Der erste Schritt jedenfalls dafür ist bereits getan. Der König als Schirmherr der Akademie hat die Statuen geändert und mehr Spielraum eingeräumt. Austritte die vorher unmöglich waren sind nunmehr erlaubt. Damit stünde auch einer Neubesetzungenauch nichts mehr im Wege. Ein guter Anfang für einen Neubeginn, wie ich finde.

Als Autorin drücke ich der Schwedische Akedemie ganz feste die Daumen und hoffe auf eine spannende und doppelte Vergabe des Literaturnobelpreises im Jahre 2019. Mein Vertrauen hat das Komitee mit seiner hart umstrittenen Entscheidung bereits zurückgewonnen.

Viel Glück und toi, toi, toi nach Schweden
Eure Emma

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